Sarplaninac

Die Rasse ist bis heute noch sehr robust geblieben und frei von Überzüchtung. Denoch komme, selten aber doch, auch Krankheiten vor.

Häufig ist beim Sarplaninac die Hüftdysplasie (HD) und die Ellbogendysplasie (ED). Ich setzte bei dieser Rasse nur Hunde mit HD: A (Frei), HD: B (Verdacht) und HD: C (Leicht) in der Zucht ein. HD:C nur in Kombination mit einerm HD: A (Frei) Deckpartner. Das gleich Bei der ED werden nur Freie Hunde eingesetzt! Die Population erlaubt es leider noch nicht die HD:C aus der Zucht  zu verbannen.

Aufgrund der genetischen Vielfalt sollte in der Zucht nicht auf Hunde aus Serbien und dem Kosovo verzichtet werden. Leider sind in diesen Ländern HD Untersuchungen kaum vorhanden. Hier muss ein Deckpartner sehr bedacht und gut selektiert werden!!

Labrador

Der Labrador ist leider heute eine sehr populäre Rasse geworden. Dadurch haben sich im laufe der Generationen Erbkrankheiten gefestigt. Diese müssen durch strenge Selktion ausgemerzt werden.

Häufig sind beim Labrador degenerative skelettveränderung wie Hüftdysplasie (HD), Elbogendysplasie (ED) und  Osteochondrosis dissecans (OCD). In der Zucht kommen nur Hunde mit HD: A (Frei) und HD: B (Verdacht) zum Einsatz. Eine verpaarung mit HD:C (Leicht) und HD: A (Frei) ist seit 2017 durch den Verein erlaubt. Persönlich finde ich die Verparung, Leicht x Frei, bei der Popuationsdichte des Labradors überflüssig! Diese Verpaarungen wird es bei uns nicht geben!

Es handelt sich bei den folgenden Erkrankungen um Erbkrankheiten, deren Erbgang bekannt ist. Deshalb ist es durch den entsprechenden Gentest möglich gesunde (N/N – normal - clear), Träger (carrier) und erkrankte (affected) Hunde zu erkennen.
"Affected" Hunde können zum Zeitpunkt des DNA-Gentests noch völlig symptomlos sein, werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit erkranken. Je nach Krankheit zeigen 80 – 100% der Affected-Hunde die Krankheitssymptome im Laufe ihres Lebens.
"Carrier" Hunde können niemals selbst an der entsprechenden Erbkrankheit erkranken!

 

prcd-PRA, EIC, CNM, und HNPK

prcd-PRA (progressive red-cone degeneration form of Progressive Retinal Atrophy) Progressive Retina Atrophie - Netzhautdegeneration
Bei dieser Erbkrankheit degeneriert (bildet sich zurück/entartet) die Netzhaut (Retina) des Auges nach und nach. Dies führt zur völligen Erblindung des Tieres. Die prcd-PRA stellt die beim Labrador häufigste Form der PRA dar, die zur Erblindung führt. prcd-PRA - „clear“ und -„carrier“ können deshalb, wenn auch extrem selten, an PRA erkranken. Deshalb ist die klinische Augenuntersuchung auf PRA nach wie vor unerlässlich.
Die Erkrankung kann zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr auftreten.

 

CNM (Centronuclear Myopathy) oder HMLR (Heredity Myopathy of Labrador Retrievers) Myopathie
Der Begriff Myopathie umfasst sämtliche Erkrankungen der Muskeln, ob tumorbedingt, toxisch, ernährungsbedingt, entzündlich, metabolisch oder ererbt. Bei der erblichen Myopathie – CNM, früher auch benannt als HMLR,  ist ein großer Teil der Skelettmuskeln zerstört. Ein typisches Symptom ist generalisierte Muskelschwäche. Betroffene Hunde sind nur schwach belastbar und kollabieren schnell, wenn sie der Kälte ausgesetzt werden. Unter Belastung tritt Muskelatrophie auf, die teilweise auch die Kopfmuskeln betrifft. Erste Symptome werden im Alter zwischen sechs Wochen und sieben Monaten beobachtet.

 

EIC (Exercise Induced Collapse) Belastungsinduzierter Kollaps
EIC ist eine neuromuskuläre Erkrankung, die sich in verschiedenen Ausprägungen zeigen kann. Die Ausprägung der Erkrankung  ist recht unterschiedlich und reicht von einem schaukelnden Gang bis hin zum Kollaps nach 5-10 Minuten anstrengender Bewegung. Die meisten Hunde sind während eines Kollaps bei Bewusstsein und versuchen trotz der Hinterhandschwäche weiter zu rennen. Bei manchen Hunden führt es jedoch zu Gleichgewichtsstörungen und Desorientierung, bis hin zur Bewusstlosigkeit.

 

HNPK (Hereditäre Nasale Parakeratose) erblicher Gendefekt des Nasenbereiches
Dieser Gendefekt bewirkt, dass die Hundenase, bzw. die Hautschicht der Hundenase, austrocknet. Diese Austrocknung führt im weiteren Verlauf dazu, dass sich vor allem auf der oberen Seite des Nasenspiegels eine trockene, bröckelige Hautschicht bildet, die mit der Nase verbunden ist und sich somit nicht ablösen lässt. Bedingt durch die trockene, krustige Haut können sich Risse bilden, die Haut platzt auf und durch diese Verletzungen, können eindringende Bakterien sekundäre Infektionen auslösen. Mit entsprechenden Medikamenten kann dem betroffenen Hund Linderung verschafft werden, aber keine Heilung! Die ersten Symptome dieser Erkrankung zeigen sich im Alter zwischen neun und 12 Monaten.

Darüber hinaus lassen wir unsere Zuchthunde auch weitere von keinem Verein vorgeschriebenen Erberkrankungen untersuchen!!

In der Zucht setze ich nur (N/N – normal - clear) x (N/N – normal - clear ) oder (N/N – normal - clear) x (N/M - träger - carrier) Hunde ein!

Somit sind entweder die Nachkommen alle Normal (clear) oder Träger (carrier). Kein Nachkomme kann an einer dieser Krankheiten erkranken.